Redebeitrag vom 22.12.2017 zu dem Anschlag vom 17.12.2017

Hallo auch von unserer Seite

Wir, der Infoladen Wilhelmsburg im Reiherstiegviertel, freuen uns, dass soviele zu dieser Kundgebung gekommen sind, auch wenn der Anlass unsere Versammlung alles andere als schön ist.

Was an der S-Bahnstation Veddel vergangenen Sonntag passiert ist macht uns fassungslos: fassungslos, weil ein verurteilter Neonazi ungestört einen Sprengstoffanschlag durchführen kann und fassungslos, weil die Ermittlungsbehörden mal wieder sofort behaupten, dass das Motiv des Täters unklar sei. Einmal mehr wird deutlich, dass deutsche Behörden Umtriebe von Neonazis all zu gerne verharmlosen oder nicht als solche benennen. Umso mehr ist es unsere Aufgabe darauf hinzuweisen, dass dieser Umgang verdammt gefährlich ist! Nicht nur weil es rechten Gedanken und Strukturen Tür und Tor öffnet, sondern weil es insbesondere im Land der Täter ein NoGo sein sollte.


22.12.+++ Demo auf der Veddel +++ Nichts gelernt?! Rechten Terror und Rassismus bekämpfen!

22.12.+++ 16:30 Uhr Demo auf der Veddel +++

Nichts gelernt?! Rechten Terror und Rassismus bekämpfen!

Am 17. Dezember 2017 wurde auf der S-Bahn-Station Veddel ein Sprengsatz, vermutlich mit Nägeln und Schrauben versehen, abgestellt und gezündet. Mindestens eine Person erlitt ein Knalltrauma und ein gläserner Windfang wurde zerstört. Glücklicherweise kamen – soweit bekannt – keine weiteren Personen körperlich zu Schaden. Als mutmaßlicher Täter wurde ein 51-jährige Mann aus Harburg festgenommen. Bei diesem handelt es sich Stephan K. Er ist einer der beiden verurteilten Neonazis, die Gustav Schneeclaus umbrachten. Dieser wurde am 18. März 1992 am Buxtehuder Busbahnhof ermordet, da er Hitler als größten Verbrecher bezeichnete.


Angriff auf Infoladen Wilhelmsburg

In der Nacht von Donnerstag den 16.11.17 auf Freitag den 17.11.17 wurde 4 mal mit einem Luftgewehr, einer Gaspistole oder Ähnlichem auf unseren Infoladen in Hamburg Wilhelmsburg in der Fährstraße 48 geschossen. Dabei durchdrang eines der Projektile die Scheibe und landete im Inneren des Ladens. Zu dem Zeitpunkt des Angriffs befand sich glücklicherweise niemand im Laden.

Es fällt uns schwer den Angriff auf unsere Ladenräumlichkeiten genau
einzuordnen. Wir sind im Stadtteil durch unsere offene Arbeit und unsere Schaufenster als linksradikales Projekt bekannt und als solches zu erkennen. Trotz einer breiten Akzeptanz und vielfältiger Ladennutzung von Menschen aus dem Viertel, hatten wir es auch in der Vergangenheit schon mit Anfeindungen in Form von Schmierereien, Aufklebern an den Scheiben, Drohungen, etc., zu tun. Aufgrund dieser Erfahrungen und da es in der direkten Nachbarschaft keine weiteren betroffenen Läden gibt, gehen wir von einem gezielten politisch motivierten Angriff auf unseren Laden aus. Über genaueres können wir jedoch nur spekulieren.


20.12, 20 Uhr: Filmveranstaltung: Projekt A


„DISRUPT! – Widerstand gegen den technologischen Angriff“

„Disrupt!“ beschreibt die Versuche, das menschliche Dasein den Anforderungen einer reduktionistischen künstlichen Intelligenz zu unterwerfen. Der Anpassungsdruck des Menschen an die Maschine wirkt bereits jetzt – weit vor einer vollständigen Vernetzung aller mit allem. Bei der Veranstaltung wird kurz erläutert, warum ein Gegenangriff auf die Praxis und die Ideologie der totalen Erfassung zwingend notwendig erscheint. Mit dem Redaktionkollektiv capulcu.

Infoladen Wilhelmsburg, Fährstraße 48, 20 Uhr

Veranstaltet in zusammenarbeit mit ACAB

Zum Buch


„129Bar – 01.12.2017, 21 Uhr Infoladen“


Einführung in den Links-Nietzscheanismus

Einführung in den Links-Nietzscheanismus

Vortrag Fr, 24. 11., ab 19 Uhr
Workshop Sa, 25. 11., ab 16 Uhr
Referent: Paul Stephan

Die Einschätzungen zu Nietzsche von linker Seite könnten unterschiedlicher nicht sein: Gilt er den einen als misogyner Protofaschist, halten ihn die anderen für einen zentralen Impulsgeber kritischer Theorie, vielleicht gar wichtiger als Marx. Die Geschichte des Links-Nietzscheanismus ist dabei wissenschaftlich kaum erforscht, die Wichtigkeit dieser geistigen Strömung jedoch nicht zu leugnen: Mit


„129Bar – 03.11.2017, 21 Uhr Infoladen“

PARTEY


129BAR IS BACK !!! 06.10.2017 21 Uhr Infoladen

PARTEY


Aktueller Stand zu den G20-Gefangenen – 26.8.2017 (DE)

Der G20-Gipfel ist nun einige Wochen her, die Folgen davon sind jedoch immer noch zu spüren. Fast täglich werden neue Infos über den Einsatz der Gegenseite, die Vertuschungen und Rechtsbrüche, aber auch über die zu erwartenden Repressionen, bekannt.

Von ursprünglich 51 Gefangenen sitzen noch immer 28 Betroffene meist nicht-deutscher Staatsbürgerschaft in U-Haft in den JVAs Billwerder, Hahnöfersand und in der UHA Holstenglacis. Sie kommen aus den Niederlanden, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Spanien, Italien, Polen, Ungarn, Deutschland und Russland.