Banditi e ribelli – Ausstellung und Veranstaltungsreihe in der Honigfabrik (28.9.-13.10.)

 

Die Wanderausstellung „Banditi e ribelli“ dokumentiert durch 120 Fotos und kurzen chronologisch aufgebauten Texten die Entwicklung des Partisan_innenkrieges in Italien zwischen 1943 und 1945. Hierdurch gelingt es dem Historiker Santo Peli vom Geschichtsinstitut Istoreco aus Reggio Emilia und CultureLabs aus Berlin das Leben und die Anstrengungen der jungen Frauen und Männer vielschichtig zu beleuchten – Menschen, die gegen den Krieg, gegen Faschismus und gegen die Gräuel der deutschen Besatzung kämpften. Auf 58 Ausstellungstafeln wird diese Entscheidung in all ihren Schwierigkeiten dargestellt: Ohne zu romantisieren, zwischen Kampf, Illusionen und Erfolgen, Lachen, Singen und übertriebenen Posen.

Die Ausstellung und Veranstaltungsreihe wird vom Infoladen Wilhelmsburg in Kooperation mit Istoreco Reggio Emilia, culturelabs, der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen und der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg organisiert.

Die Ausstellung wird vom 28. September bis zum 13. Oktober 2018 in den Räumen der Honigfabrik gezeigt. Hier starten bzw. finden ebenfalls alle Veranstaltungen statt. Die Ausstellung und die Veranstaltungen sind kostenfrei.

Hier gibt’s denn Flyer zur Ausstellung und Veranstaltungsreihe: Flyer Banditi e ribelli

An folgenden Terminen ist die Ausstellung geöffnet:

Freitag, 28.09. 19:00 Uhr, Eröffnung der Ausstellung durch Ronja Oltmann (Istoreco Reggio Emilia)
Sonntag, 30.09. 15:00-19:00 Uhr
Montag, 01.10. 18:00-21:00 Uhr
Dienstag, 02.10. 14:00-17:00 Uhr
Donnerstag, 04.10. 14:00-17:00 Uhr
Freitag, 05.10. 18:00-21:00 Uhr
Sonntag, 07.10. 15:00-19:00 Uhr
Montag, 08.10. 18:00-21:00 Uhr
Dienstag, 09.10. 14:00-17:00 Uhr
Donnerstag, 11.10. 14:00-17:00 Uhr
Freitag, 12.10. 18:00-21:00 Uhr

 

Veranstaltungen

Fr. 28.09.
19Uhr
Honigfabrik
Ausstellungseröffnung und Einführung in die Geschichte der italienischen Resistenza

Zur Ausstellungseröffnung ist Ronja Oltmanns vom Istoreco Reggio Emilia anwesend. Sie wird einen kurzen Überblick über die Geschichte der Resistenza geben und in die Ausstellung einführen. Anschließend wird es Zeitgeben sich die Ausstellung in Ruhe anzuschauen.

Im Rahmen der Veranstaltung gibt es Snacks und Getränke.

Do. 04.10.
19 Uhr
Honigfabrik
„Geschenkt wurde uns nichts.“ Die Geschichte einer italienischen Partisanin

Filmvorführung und Gespräch mit dem Regisseur Eric Esser

Annita Malavasi war 22 Jahre alt, als deutsche Truppen 1943 das bis dato verbündete Italien besetzten. Als Partisanin „Laila“ überbrachte sie Informationen, transportierte Waffen, bewegte sich mit und zwischen den kämpfenden Einheiten und nahm selbst an Gefechten teil. Über ein Jahr war sie in den Bergen des Apennin und kämpfte gegen die deutschen Besatzer, gleichzeitig musste sie sich gegenüber den Männern in den Bergdörfern behaupten. Gegen Kriegsende gehörte Laila zu den wenigen weiblichen Kommandierenden im italienischen Widerstand.
Der Film erzählt die Geschichte einer lebenslangen Emanzipation, die mit dem Befreiungskampf gegen den Faschismus begann. Die ehemalige Partisanin „Leila“ und zwei ihrer Genossinnen, Gina „Sonia“ Moncigoli und „Iva“ Bonilauri, berichten von ihrer Zeit in der Resistenza und deren Bedeutung für sie selbst und viele andere Frauen.

Im Anschluss an die Filmvorführung wird es ein Gespräch mit dem Regisseur Eric Esser geben, der zur Entstehungsgeschichte des Films berichten wird.

Sa. 06.10.
14Uhr
Honigfabrik
Rundgang durch das Reiherstiegviertel (Wilhelmsburg) zum Widerstand gegen das NS-Regime

Der Rundgang wird in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg von Margret Markert durchgeführt.

Treffpunkt: 14:00Uhr in der Ausstellung „Banditi e rebelli“ in der
Honigfabrik (Industriestraße 125-131, 21107 Hamburg).

Um eine verbindliche Anmeldung wird gebeten bis Donnerstag, den
04.10.2018 unter: infoladen-wilhelmsburg@nadir.org.

Do. 11.10
19 Uhr
Honigfabrik
Erinnerungskultur zwischen nationaler Selbstvergewisserung und
SelbstbeunruhigungVortrag und Gespräch mit Dr. Oliver von Wrochem,
Leiter des Studienzentrums der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus begleiten eine Verschiebung der geschichtspolitischen Koordinaten, die mit bewusster Geschichtsvergessenheit bzw. in Teilen mit aktiver Geschichtsumdeutung einhergeht. Der Vortrag fragt vor diesem Hintergrund, vor welchen Herausforderungen die deutsche Gesellschaft steht und welche Rolle Gedenkstätten als Orten der gesellschaftlichen „Selbstbeunruhigung“ zukommt.
Sa. 13.10.
11.30 Uhr
Honigfabrik

Rundgang durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Treffpunkt: 11:30Uhr in der Ausstellung „Banditi e rebelli“ in der Honigfabrik (Industriestraße 125-131, 21107 Hamburg). Von dort aus werden wir gemeinsam zur Gedenkstätte Fahren. Vor Ort wird es einen Vortrag zu Italienischen Inhaftierten geben mit anschließender Rundgang über das Gelände. Wir werden voraussichtlich gegen 18.30 wieder in Wilhelmsburg zurück sein.

Um eine verbindliche Anmeldung wird gebeten bis Donnerstag, den
04.10.2018 unter: infoladen-wilhelmsburg@nadir.org.