„Rassismus und Rechter Terror“

Am Mittwochabend, den 19. Februar 2020, wurden Sedat Gürbüz, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Fatih Saracoǵlu, Said Nessar El Hashemi, Gökah Gültekin, Ferhat Unvar und Vili Viorel Paunin und die Mutter des Täters, Frau Rathjen, und Hanau von einem rechten Terroristen ermordet. Der Täter Tobias Ratjen schoss in Shisha-Bars gezielt auf Menschen mit Migrationshintergrund und breachte später sich und seine Mutter um. Wir empfinden tiefes Mitgefühl für die Betroffenen und Angehörigen. Dieser Angriff ist an uns alle gerichtet – Heute sie, morgen wir!

Bis der rechte Hintergrund der Tat bekannt wurde, wurde in den Nachrichten wieder einmal von „Bandenkriminalität“ gesprochen. Das kennen wir schon von den Morden des Nationalistischen Untergrunds (NSU). Denn auch damals wurde in den Medien abfällig von „Döner-Morden“ oder „Türken-Mafia“ gesprochen. Und auch nachdem der rechte Tathintergrund bestätigt wurde gab es zahlreiche Versuche der Medien und Politiker die Tat zu verharmlosen.

Genau diese Verharmlosungen reden den rechten Terror in Deutschland klein. Am Beispiel von Hanau z.B. ging in Nachrichten und Politik die Aussage herum, der Täter wäre geisteskrank gewesen.

Doch so einfach ist das nicht. Mit der AfD sitzt eine offen rechte und rassistische Partei im Bundestag und in allen deutschen Landtagen. Zahlreiche Politiker, Medien und Parteien schüren seit Jahren rassistischen Hass und Hetze. Gleichzeitig schließen sich neue faschistische Gruppe zusammen und bereiten sich auf weitere Angriffe vor. Erst vor kurzem wurden von der Terrorgruppe „Der harte Kern“ Anschläge auf Moscheen in Deutschland geplant. Doch weder die Morde des NSU’s noch das Massaker von Hanau sind Einzelfälle oder Randerscheinungen. Es handelt sich hierbei um gut organisierte Netzwerke, die z.B. durch Verfassungsschutz mit dem Staat verknüpft sind.

Doch wir wissen, das die Mehrheit unserer Mitmenschen keine Nazis oder Rassisten sind – viele solidarisieren sich mit den Opfern und verurteilen rassistische Angriffe und Strömungen. Wir müssen uns im Betrieb und Stadtteil – in Schule und Universität mit unseren deutschen Freunden zusammenschließen und gegen Rassismus und Faschismus auf die Straße gehen!

Wir dürfen uns nicht spalten lassen, sondern müssen gemeinsam kämpfen und Solidarität zeigen!

RASSISMUS TÖTET!

Vortrag + Diskussion, Organisiert von DIDIF – Jungend

Freitag, den 6. März 2020, 18 Uhr, Infoladen Wilhelmsburg, Fährstraße 48

Im Anschluss finden noch die Infoladen Kneipe statt, Rauchfrei.